Allgemeines zur Großgemeinde

Seehausen ist ein Stadtteil im Norden von Leipzig. Er hat eine Fläche von 18 km². Die Gemeinde umfasst die Ortschaften Seehausen (mit dem Gelände der neuen Messe und dem Gewerbegebiet Sachsenpark), Göbschelwitz, Hohenheida und Gottscheina. Mit den zugehörigen kleineren Dörfern hat Seehausen 2177 Einwohner (2007). Seehausen grenzt im Norden an Zschölkau, Krostitz und Mutschlena, im Osten an Liemehna, Pönitz und Merkwitz, an Plaußig, Thekla und Mockau im Süden und im Westen an Wiederitzsch und Podelwitz.

Ortsteil Seehausen

Ortschaftsratsmitglied: Olaf Trantau

Allgemeines: Im Ortsmittelpunkt stehen die kleine Kirche und die Freiwillige Feuerwehr. Zudem gibt es eine Grundschule, die jeweils einzügig geführt wird, Hort und eine Turnhalle. Weit über Leipzig hinaus ist der Golfpark Seehausen bekannt.

Wappen: ...mehr Informationen

Geschichte: Wahrscheinlich wurde Seehausen um 1150 durch deutsche Siedler gegründet. Anders als die slawischen Weiler entlang des Flüsschens Parthe wurde Seehausen auf einer gerodeten Fläche gegründet. Die erste Kirche entstand im 13. Jahrhundert. Sie wurde als romanische Chorturmkirche errichtet. 1359 wird das Dorf als Sehusen erstmals urkundlich erwähnt. In einem Schriftstück werden die Bauern des Dorfes vom Rat der Stadt Leipzig angewiesen Wege in ihrem Dorf anzulegen. 1438 wird Conrad Bruser durch den Kurfürst Friedrich II. von Sachsen Lehnsherr für Seehausen. Um das 15. Jahrhundert erneuerten die Seehausener ihre Kirche. Statt kleiner romanischer Fenster wurden hohe gotische eingesetzt. Die Kirche erhielt einen neuen Altar. 1539 wird im Herzogtum Sachsen die Reformation eingeführt. ...mehr Informationen

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Ortsteil Göbschelwitz

Ortschaftsratsmitglied: Steffen Prautzsch

Allgemeines: Göbschelwitz ist ein heute zu Leipzig gehörendes Dorf. Es liegt im Norden der Stadt. Die ehemalige Gemeinde wurde 1992 zu Seehausen und mit diesem 1997 nach Leipzig eingemeindet.

Geschichte: Göbschelwitz wurde als Rundlingsdorf ca. 700 (wahrscheinlich durch Slawen) gegründet. Seinen Namen hat der Ort wahrscheinlich von kyseli/kasaly (feuchter Ort). ...mehr Informationen

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Ortsteil Hohenheida

Ortschaftsratsmitglieder: Berndt Böhlau, Holger Köckeritz

Allgemeines: Hohenheida ist ein Dorf am nördlichen Stadtrand von Leipzig. Der Leipziger Ortsteil liegt 13 km nördlich des Stadtzentrums nahe beim BMW-Werk. Hohenheida hat etwa 600 Einwohner. Im Kern ist der Ort ein altes Angerdorf. Nach 1990 wurde das Dorf um eine Einfamilienhaussiedlung mit 100 Häusern Richtung Westen erweitert. 1992 wurde die Gemeinde Hohenheida mit Seehausen zusammengeschlossen und mit diesem schließlich 1997 nach Leipzig eingemeindet.

Wappen: ...mehr Informationen

Geschichte: Wahrscheinlich um 600 - 900 legten slawische Siedler ein Runddorf an den Ort an. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts beginnt die Zeit der deutschen Besiedlung Hohenheidas. Der damalige Rundanger wird zu einem straßenangerartigen Großdorf mit Gewannflur erweitert. 1291 gehört der Ort zur Herrschaft Landsberg. Aus dem 13. Jahrhundert stammen die zwei kleineren Kirchenglocken, wobei die ältere die Form eines Bienenkorbes hat. Die Kirche im Ostteil des Rundangers steht möglicherweise auf einem heidnischen Kultplatz. Um 1300 gibt es wahrscheinlich 22 besitzende Mann und Gesinde. 1349/50 besteht an der nördlichen Grenze von Hohenheida noch das slawische Dorf Usternicz. Es wurde später von Hohenheida aufgenommen. ...mehr Informationen

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Ortsteil Gottscheina

Ortschaftsratsmitglied: Detlef Stannek

Allgemeines: Gottscheina ist eine Gemarkung im Nordosten und eine ehemalige Gemeinde im Nordosten von Leipzig. Er wurde später zu Hohenheida, mit diesem 1992 nach Seehausen und 1997 nach Leipzig eingemeindet.

Geschichte: Um 700 oder im 8. Jh., in der slawischen Siedlungsperiode ist Gottscheina vermutlich gegründet worden. Das Datum ist aus der Lage im quellen- und wasserarmen nordsächsischen Flachland zu schließen. Um 800 wird an der Parthe "Leipzig" gegründet: "Lipzk" (lipa=Ort bei den Linden). Um 900 setzt in dem Raum die deutsche Besiedlung ein. 1015 wird Leipzig als Siedlung "urbs libzi" zum erstenmal schriftlich erwähnt. 1165 wird dem Marktflecken Lipzk von Markgraf Otto dem Reichen das Stadtrecht verliehen. 1305 wird Timo de Gotschene zum erstenmal urkundlich erwähnt. 1327 verbietet man in Leipzig die wendische (sorbische) Sprache. 1438 werden die Dörfer Gottscheina, Hohenheida und Merkwitz von den Kurfürsten Friedrich von Sachsen und seinem Bruder Wilhelm der Leipziger Universität geschenkt und gelangen so unter deren Lehnsherrschaft. ...mehr Informationen

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